Feuchter Bahnhof als Negativbeispiel

23. März 2015 | Verkehrspolitik

Auftakt der Aktion Barrierefreies Bayern der BayernSPD in Feucht

Zum Auftakt der Aktion der BayernSPD für ein barrierefreies Bayern hatte sich der Landesvorstand den Feuchter Bahnhof ausgesucht. Hier sind seit langer Zeit besonders viele Mängel offensichtlich und nichts ist passiert.

Der Landesvorsitzende Florian Pronold, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele, MdB Gabriela Heinrich, MdL Angelika Weikert, die Behindertenbeauftragten des Landkreises Angelika Feisthammel und von Altdorf, Jens Bürkle, Rollstuhlfahrer und Aktiver bei Mobil mit Handicap Altdorf sowie Ullrich Reuter, Behindertenbeauftragter der Stadt Altdorf und Vorsitzender von Mobil mit Handicap konnten sich vor Ort überzeugen.

Das Bayerische Fernsehen, das FrankenFernsehen und die BayernSPD waren mit Filmteams vor Ort:
Video der BayernSPD
Beitrag des FrankenFernsehens

Der Bote: Bahnhof ist ein Alptraum... (PDF, 837 kB)

Florian Pronold berichtete, dass er schon bei seinem letzten Besuch vor fünf Jahren auf die Probleme für Behinderte an diesem Bahnhof aufmerksam gemacht wurde und er dies auch in München angesprochen habe. Jetzt habe der Ministerpräsident Seehofer zig Millionen für ein barrierefreies Bayern versprochen - aber nichts ist passiert. „Das Wahlversprechen Seehofers wurde gebrochen“, stellte Florian Pronold fest.

Auch der Markt Feucht setzt sich seit langem dafür ein, die Situation für Behinderte zu verbessern. Dass der P+R-Platz auch Behinderten-Parkplätze habe, ist positiv - ein echter Treppenwitz ist aber, dass die Gleise von dort nur über eine steile Treppe zu erreichen sind, schilderten die anwesenden Marktgemeinderäte der SPD.

Marktgemeinderat Lothar Trapp berichtete von den Initiativen der SPD-Fraktion die Situation am Feuchter Bahnhof zu verbessern. Eine Rampe an der Treppe zu den P+R-Plätzen soll zumindest für Eltern mit Kinderwagen und für Radfahrer den Zugang erleichtern, solange keine Aufzüge oder eine Rampe realisiert sind. Auch sollten zusätzliche Behinderten-Parkplätze auf der Seite des Bahnhofs eingerichtet werden, wo auch Aufzüge für einen barrierefreien Zugang vorhanden sind. Diese Aufzüge sind aber seit Anfang November außer Betrieb - angeblich sollen sie nun erst in vielen Wochen wieder nutzbar sein. Eine solche Zeitdauer von einem halben Jahr für eine Renovierung ist ein Unding, pflichtete Florian Pronold bei.

Wegen der neuen Ausschreibung der S-Bahn, die ab 2018 wirksam werden wird, werden neue Züge zum Einsatz kommen, die alle eine niedrigere Einstiegshöhe haben werden. Damit passen sie aber nicht mehr zu den vorhandenen Gleisanlagen. Dies betrifft insbesondere die S-Bahn-Linie S2 von Nürnberg nach Altdorf. 2018 werden damit diese 12 Bahnhöfe auf einen Schlag nicht mehr barrierefrei sein. Gegenüber dem Nürnberger Zweiten Bürgermeister Christian Vogel soll der Ministerpräsident Seehofer zugesichert haben, dass es eine Lösung geben werde. Bei dem Tempo, das die Bahn und die bayerische Staatsregierung bisher an die Lösung der Aufgaben einer der Barrierefreiheit an den Tag gelegt haben, ist Lothar Trapp skeptisch, dass dies rechtzeitig geschehen wird. Als „eine erschreckende Situation“ bezeichnete dies auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele. „Barrierefreiheit muss die Regel sein, keine Option“ betonte sie.

Lothar Trapp

Gruppenbild der Teilnehmer Florian Pronold, Verena Bentele, Gabriela Heinrich und Angelika Weickert TV-Teams bei der Arbeit Interviews

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