AG 60plus der Feuchter SPD besuchte Ausstellung in Rummelsberg

09. Oktober 2026

Die AG 60plus der Feuchter SPD, die sich regelmäßig einmal im Monat zu verschiedenen Aktivitäten trifft, besuchte das Rummelsberger Diakoniemuseum. Die derzeit dort gezeigte Ausstellung „Eiskalt sind die! Diakonie und Nationalsozialismus in Bayern“ beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der bayerischen Diakonie, das für diese Ausstellung neu aufgearbeitet wurde. Das lange vernachlässigte Thema, die Verstrickung der Diakonie in den Nationalsozialismus, wird in verschiedenen Formaten und bewegenden Zeugnissen gezeigt. Wie war es möglich, dass Teile der bayerischen Kirche und Diakonie von der „nationalen Erhebung“ der Nationalsozialisten ab 1933 geblendet und verführt werden konnten? Die Ausstellung konfrontiert mit der schmerzhaften Wahrheit, dass sich kaum jemand gegen die Schreckensherrschaft auflehnte und dadurch viele Heimbewohner und Menschen mit Behinderung in die Tötungsanstalten deportiert werden konnten.

Rummelsberg

Diakonin Martina Fritze führte und begleitete die Gruppe mit interessanten zusätzlichen Informationen durch die Ausstellung. Die Teilnehmenden der AG 60plus waren sich einig, dass wir auch in der unserer Zeit wachsam sein müssen gegenüber Ideologien, die die Menschenwürde in Frage stellen. Im Rummelsberger Morina Eiscafè wurde noch eifrig über die schuldbeladenen Informationen und die beeindruckenden Originalexponate wie das Tagebuch der Rektorengattin Marie Nicol, in deren Tagebuch auch die Aussage „Eiskalt sind die!“ notiert ist, gesprochen.

Helga Schönsteiner

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