Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl in Feucht führen zu einer Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber Ersten Bürgermeister Jörg Kotzur und einem Herausforderer Harald Danzl.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Jetzt kommt es darauf an, in den nächsten 14 Tagen die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen zur Wahl zu gehen und Jörg Kotzur in seinem Amt zu bestätigen.
Er hat es verdient mit der Erfahrung, die er als Bürgermeister erworben hat, seine Arbeit fortzusetzen. Der mit überwältigender Mehrheit beschlossene Haushalt für das Jahr 2026 bestätigt, dass unsere Gemeinde über ein solides Fundament verfügt und wir sehen keinen Grund für einen Wechsel. Der Standard der gemeindlichen Einrichtungen kann sich sehen lassen. Der für viele als Maßstab für eine gute Kommunalpolitik dienende Grad der Verschuldung liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Obwohl kein Parteimitglied kann sich Jörg Kotzur auf die Unterstützung der SPD Feucht verlassen.
Noch am Wahlabend rief sie auf den Plakaten zur Stimmabgabe für ihn in der Stichwahl am 22.3. auf, verbunden mit dem Dank für das bisherige Ergebnis. Es ist noch nichts entschieden.
Hannes Schönfelder
KOMMUNALWAHL — Jörg Kotzur (parteilos) sagt klar: „Ich bin noch nicht fertig“ — und wird von der SPD Feucht einstimmig für die Wiederwahl nominiert.
Genossinnen und Genossen des Feuchter SPD Ortsvereins trafen sich am 2. Mai, um Jörg Kotzur als ihren Bürgermeisterkandidaten zu nominieren. Dieser wurde mit 100 Prozent der Stimmen bestätigt.
Dass Jörg Kotzur auch für 2026 der Richtige im Amt des Ersten Bürgermeisters ist, hat mehrere Gründe:
Nicht Mitglied in einer Partei zu sein, macht ihn in seinen Entscheidungen unabhängiger und letztere damit für den Bürger sachlich vorteilhafter. „Von welcher Seite die Ideen und Vorschläge kommen, ist für mich weniger entscheidend als die Tatsache, sie für unsere Bürgerinnen und Bürger nachhaltig umzusetzen. Ich folge dem Zwang des besseren Arguments“, so Kotzur, „darüber hinaus sind die lokalen Interessen einer Gemeinde ganz andere als auf bundespolitischer Ebene. Das wird im Rausch, politisch große Worte finden und damit beeindrucken zu wollen, oft vergessen.“
Zudem räumt Kotzur seinen fachlichen Mitarbeitern in der Gemeinde mehr Kompetenz ein: „Es muss nicht alles über den Bürgermeistertisch entschieden werden.“ So hat er im Hintergrund die Verwaltung in Teilen umstrukturiert, um die über viele Jahre gewachsenen und erstarrten Gefüge aufzubrechen und sich für die digitale Zukunft optimal aufzustellen.
Kotzur sieht sich in persona weniger als der große „Rockstar“ in der Öffentlichkeit. Er legt mehr Wert darauf, sachlich und objektiv an Themenfelder heranzugehen, denn nur so sind zielgerichtete und sachbezogene Lösungen möglich.
Seit Kotzur im Amt ist, konnten für die Gemeinde viele Grundsteine für zukünftige Projekte gelegt werden. „Es brauchte seine Zeit, diese Projekte zu beschließen, da im Gemeinderat Entscheidungsfindungen im demokratischen Sinne auch nicht immer einfach sind. Wir haben viele für den Markt Feucht wichtige und vorteilsbringende Beschlüsse gefasst. Diese gilt es nun auch weiterhin umzusetzen, denn ich bin noch nicht fertig mit meiner Arbeit — ich bin mittendrin. Ich freue mich sehr über den Rückhalt der SPD als meine unterstützende Partei, deren Kernthemen, vor allem die Bereiche Soziales und Bildung, mir nach wie vor am Herzen liegen.“
Über die Ziele herrscht große Einigkeit — auch bei den SPD-Genossen*innen, die sich den aktuellen Problemen stellen und sich auf einen Wahlkampf in schwierigen Zeiten freuen. „Schwierige Zeiten“ bedeutet: Herausforderungen annehmen und einen Weg finden, sie gesellschaftlich nutzbringend in Vorteile zu verwandeln, für den Menschen, die Umwelt — für die Gemeinde und die Gesellschaft.
Bild: Mat Goehmann