Im Postfrachtzentrum zum 30-jährigen Jubiläum

27. August 2025

Seit 30 Jahren steht im Gewerbepark Nürnberg-Feucht nun schon das DHL-Postfrachtzentrum – mit Bedeutung für ganz Deutschland. Zum 30-jährigen Jubiläum stattete eine Abordnung der SPD Feucht dem Unternehmensstandort einen Besuch ab und besichtigte die hochmoderne Paket-Sortieranlage vor Ort.

Postfrachtzentrum

Den Kontakt zum Leiter der DHL-Niederlassung Bernd Kloos und seiner Vertreterin Christine Greger knüpfte der frühere Feuchter Bürgermeister Hannes Schönfelder. In dessen Amtszeit war 1994 das Gebäude auf dem ehemaligen US-Militärgelände im Bereich der früheren Muna Feucht errichtet worden, zwei Jahre nachdem die dort stationierte amerikanische Hubschraubereinheit den Standort verlassen hatte. Die Besucherinnen und Besucher wurden über die Bedeutung des Zentrums, seine Arbeitsweise und seine Zukunft informiert.

Das Postfrachtzentrum Feucht gehört zu den fünf größten in Deutschland. In den Spitzenzeiten werden dort 40.000 Sendungen stündlich bearbeitet. Die ankommenden Lkws werden (noch) per Hand auf die Förderbänder entladen, der anschließende Bearbeitungs- Und Sortiervorgang verläuft dann vollautomatisch. Dafür sorgt die 2012 total erneuerte, computergesteuerte Anlage. Um sie zu installieren, musste das Ende 1994 errichtete Gebäude völlig entkernt werden.

Eine Herausforderung für das Unternehmen stellen der weiter wachsende Anteil des Handels im Internet und das Ziel des umweltfreundlicheren Warentransports mit alternativen Treibstoffen dar. Für die dafür erforderliche Infrastruktur an E-Ladesäulen und Gas-Tankstellen fehlt es vor allem an Flächen. Dem zu befürchtenden Mangel an Lkw-Fahrern begegnet das Unternehmen mit einer eigenen, vollfinanzierten Fahrerausbildung. Im Paketzentrum selbst arbeiten zwischen 550 und 600 Beschäftigte in Voll- und Teilzeit bei guten Arbeitsbedingungen zu Tariflöhnen. Entlassungen sind nach Auskunft des Niederlassungsleiters selten.

Hannes Schönfelder bedankte sich nach einem ausführlichen Vortrag sowie einer Führung für die erhaltenen Informationen und die Möglichkeit, die Anlage in Funktion erleben zu können. Er erinnerte daran, dass das Zustandekommen des Postfrachtzentrums ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Märkte Feucht und Wendelstein sowie der Stadt Nürnberg war. Dadurch und dank der entschiedenen Unterstützung der beiden damaligen Landräte Hartmann und Hutzelmann sowie des Regierungspräsidenten von Mosch wurde der Grundstein für den anschließend entstandenen Gewerbepark gelegt. Die Erlöse aus den späteren Grundstücksverkäufen taten dem Feuchter Haushalt gut und der Kämmerer kann sich über einen Anteil an den Gewerbesteuerzahlungen der darauf errichteten Betriebe freuen.

Hannes Schönfelder
Bild: Mat Goehmann

Teilen