Muna als Standort ungeeignet

07. Februar 2021

Die SPD Feucht teilt das Missfallen der CSU Feucht an Nürnberger Initiativen, den Standort „Muna“ für das geplante ICE-Werk ins Gespräch zu bringen und zu forcieren. Für die SPD Feucht ist das Gelände der ehemaligen Muna als Standort für ein neues ICE-Werk ungeeignet. Deshalb hat sie keinerlei Verständnis für die Nürnberger Überlegungen. Das hat Inge Jabs, die Vorsitzende der SPD, bereits gegenüber der Stadtratsfraktion der SPD im Nürnberger Rathaus sehr deutlich gemacht.

Muna als Standort ungeeignet
Muna als Standort ungeeignet

Dass in Feucht eine gewerbliche Nutzung der Muna abgelehnt wird, hat auch der Bürgerentscheid gegen eine Erweiterung des Gewerbeparks Nürnberg - Feucht - Wendelstein deutlich gemacht. Mit fast 72% lehnten 2015 die Feuchter Bürgerinnen und Bürger die Rodung des Bannwalds zu Gunsten eines Gewerbegebiets ab, auch als damals die Befürworter Arbeitsplätze, Gewerbesteuer und eine mögliche Entmunitionierung des Gebiets als ihr Argument anführten.

Jetzt soll ein Vielfaches an Bannwald für ein ICE-Werk geopfert werden. Der nötige Ausgleich müsste im direkten Anschluss an den bestehenden Bannwald erfolgen, kann aber nicht in räumlicher Nähe realisiert werden, da dort schon Bannwald ist.

Die Feuchter Bürgerinnen und Bürger können sich sicher sein, dass der Standort Muna auf entschiedenen Widerstand im Marktgemeinderat des Markts Feucht stoßen wird.

Den Nürnbergern kann ja zugestanden werden, dass auch der Standort Altenfurt/Fischbach, der bisher im Blickpunkt stand, ungeeignet ist. Aber es ist zu billig, als Ersatz einen Standort in der direkten Nachbarkommune ins Gespräch zu bringen. Diese Kritik müssen sich Nürnberger Politiker gefallen lassen, ganz gleich welcher Partei sie angehören. Es ist Zeit, der Missachtung der menschlichen Gesundheit und der Natur gegenüber den Interessen der Wirtschaft Einhalt zu gebieten. In der Metropolregion kann ein solches Projekt nur unterstützt werden, wenn die Umwelt weitgehend geschont und ein entsprechender Abstand von der Wohnbebauung eingehalten wird.

Lothar Trapp
Sprecher der SPD-Fraktion

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